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Ergotherapie für Erwachsene

„Die beste Arznei für den Menschen ist der Mensch. Der höchste Grund dieser Arznei ist die Liebe.“

(Paracelsus, 1493-1541)

 

 

 

 

Sensomotorisch-perzeptive oder motorisch-funktionelle Behandlung, psychisch-funktionelle Behandlung oder ergotherapeutisches Hirnleistungstraining / neuropsychologisch orientierte Behandlung, die die verschiedenen Wesensglieder des Menschen miteinbeziehen soll.

 

 

Krankheitsbilder/Diagnosen:

  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems akut oder chronisch (z.B. nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, M. Parkinson, Multiple Sklerose, Entzündungen, ...)
  • Sensibilitätsstörungen
  • Lähmungen
  • kognitive Beeinträchtigungen
  • Störungen des Stütz- und Bewegungssystems (z.B. nach Operation, Amputation, ...)
  • Zustand nach Unfallereignissen (z.B. Handverletzungen, Frakturen, Verbrennungen, ...)
  • Degenerative Erkrankungen (z.B. Rheuma, rheumatoide Arthritis, Arthrose, ...)
  • Krebserkrankungen
  • Angeborene Fehlbildungen
  • Demenzielle Erkrankungen (M.Alzheimer, vaskuläre Demenz, ...)
  • Altersdepression

 

 

 

 

 

 

Therapieziele:

 

  • Wiederherstellung, Erhalt und Verbesserung funktioneller Bewegungen, Bewegungsmuster und Fertigkeiten (Grob- und Feinmotorik, Gleichgewichtsfunktionen, Koordination, Muskelspannung/Tonusregulation, sensorische bzw. Körperwahrnehmung, Mobilität, Geschicklichkeit, )
  • Erhalt bzw. Verbesserung der persönlichen, häuslichen und beruflichen Selbständigkeit (Training von Alltagsfertigkeiten, Anleitung zur Selbsthilfe, Auswahl und Training von Kompensationsstrategien, Erprobung geeigneter Hilfsmittel, Beratung und Anleitung von Angehörigen, ...)
  • Aktivierung kognitiver und neuropsychologischer Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Handlungsplanung, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis, Orientierung, ...)
  • Erhalt und Unterstützung der psychischen Stabilität

 

 

 

 

 

 

Bedenkenswertes...

 

Es spielt keine Rolle, ob der Erwachsene 18 oder 80 Jahre alt ist, das Zurechtkommen im Alltag und die Lebensfreude beim eigenen Tun sind für jeden Menschen wichtig!

Es hat hier die Erfahrung gezeigt, dass allein die Gabe von Medikamenten nicht immer ausreicht, um einen Heilungsvorgang zu bewirken. Medikamente wirken in der Regel auf den Stoffwechsel des Menschen ein, unterstützen zum Beispiel den Ablauf von Durchblutung, Atmung, Ausscheidung, etc....,  setzen jedoch nicht automatisch die in jedem Menschen vorhandenen Selbstheilungskräfte in Gang. Es braucht oftmals doch auch den ermunternden Zuspruch und das Einfühlen eines anderen Menschen (Angehöriger, Therapeut, Seelsorger, Arzt, ...), damit eigenes und fremdes Zutun gemeinsam in der Genesung zur Wirkung kommt.

 

Ein Mensch besitzt auch dann noch Menschenwürde, wenn er "zum Patienten geworden" ist und sinkt nicht herab auf ein Nummern- oder Diagnose-Dasein, nur weil er die Nomenklatur seiner Erkrankung und der möglichen Behandlungskonzepte nicht kennt.

"Prognosen" zu einem möglichen Heilungsverlauf können zutreffen oder falsch sein - die Wirkung von Worten und innerer Haltung desjenigen, der die Prognose äußert, treffen aber immer auf ein seelisches Empfinden bei dem Menschen, der nach Heilung sucht.

 

 


„Formalitäten“:

 

Seit dem 1.1.2004 haben gesetzlich Krankenversicherte eine Zuzahlung zu Heilmitteln zu leisten. Der Betrag setzt sich zusammen aus 10,--€ Zuzahlung je Verordnung + 10% der Behandlungskosten (Rezeptwert).


Die Belastungsgrenze bei Zuzahlungen liegt bei 2% des Bruttoeinkommens – für schwerwiegend chronisch Kranke liegt sie bei 1% des Bruttoeinkommens. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Zuzahlung befreit. Bei Erreichen der Belastungsobergrenze stellt die Krankenkasse einen Freistellungsbescheid aus.